Ein Herzogenauracher Familienunternehmen / A Herzogenaurach Family Business

Sprecher: Christian Hoyer, Quelle: Stadtmuseum Herzogenaurach

Im Betrieb der Dasslers sind zu Beginn fast ausschließlich Familienmitglieder beschäftigt. Vater Christoph betätigt bereits ab den frühen Zwanzigerjahren die Durchnähmaschine. Schwester Maria bringt ihre Erfahrungen als Stepperin ein. Die beiden Brüder Rudolf und Adolf arbeiten als kaufmännischer Geschäftsführer bzw. technischer Betriebsleiter. Ein früher Mitarbeiter ist Josef Erhardt, dessen Arbeitskraft zunächst für den Antrieb der von Adolf Dassler entworfenen Fräse benötigt wird. 1925 arbeiten im Betrieb drei Fabrikarbeiter. Darunter ist Schwager Simon Körner, der bald zum Abteilungsleiter der Zuschneiderei aufsteigt. Denn die Beschäftigtenzahl klettert 1934 auf 39 Beschäftigte in der Produktion und zwei Angestellte kümmern sich um die Verwaltung: fünf Jahre später sind es bereits 80-100 Mitarbeiter.

Die Dassiers organisieren 1935 erstmals einen Betriebsausflug für ihre Belegschaft – ein Novum in Herzogenaurach. Mit zwei Omnibussen geht es in Richtung Schloss Pommersfelden.

Für den sportlichen Ausgleich wird ebenfalls gesorgt. Ein erster Sportwettbewerb zwischen den befreundeten Firmen Kaspar Berg und Gebrüder Dassler findet 1931 i n Nürnberg statt. Der Betriebssport wird in den  Dreißigerjahren bei den Dasslers stetig ausgebaut.

Der Krieg halbiert die Mitarbeiterzahl bis 1943 auf 56 Beschäftigte. Viele Männer werden zum Kriegseinsatz eingezogen. Die Produktion von Sportschuhen wird drastisch eingeschränkt.


When the Dasslers started their business, they almost exclusively employed family members. Christoph, the family father, operated the sewing machine from the early twenties onwards. Maria, the sister, brought in her experience as a stepper. The two brothers Rudolf and Adolf worked a s commercial and technical managers respectively. One of their first employees was Josef Erhardt, whose manpower was initially needed to drive the milling machine designed by Adolf Dassler. In 1925, three factory workers were employed in the company, including brother-in-law Simon Körner, who would soon be promoted to head of the tailoring department. In 1934, the number of employees increased to 39 in production and two employees took care of administration; five years later, there were already 80-100 employees.

In 1935, the Dasslers organized a company outing for their staff for the first time – a novelty in Herzogenaurach. Two buses took them to the palace in Pommersfelden.

A sporting balance was also ensured. The first sports competitions between the two companies Kaspar Berg and the Dassler brothers took place in Nuremberg in 1931. Sports were steadily expanded at the Dasslers‘ company in the 1930s. By 1943, the number o f employees had been halved to 5 6 because of the war. Many men were drafted into war service. Consequently, there was a drastic reduction in the production of sports shoes.